Die Epidermis (Oberhaut) ist das größte und vielleicht eines der grundlegendsten Organe unseres Körpers. Sie schützt uns nicht nur vor schädlichen Bakterienstämmen wie Staphylococcus aureus, sondern ist auch ein treuer „Torwächter“, der Sauerstoff, Feuchtigkeit und andere Nährstoffe durchlässt.
Menschen mit Ekzemen müssen besonders darauf achten, was sie auf ihre Haut auftragen, damit diese gesund und sicher bleibt, und gleichzeitig wissen, was sie vermeiden sollten, um keine zusätzlichen Entzündungen auszulösen. Heute stelle ich Ihnen vor, welchen Inhaltsstoffen Sie bei der Hautpflege bei Ekzemen bzw. Dermatitis aus dem Weg gehen sollten.
1. DUFTSTOFFE

Duftstoffe werden hinzugefügt, damit Produkte angenehm riechen und manchmal den Geruch der Inhaltsstoffe überdecken, da die meisten Öle, Buttern und Wirkstoffe keinen angenehmen Geruch haben. Sie sind jedoch relativ häufige Allergene, beziehungsweise ihre Bestandteile sind meist allergen und viele Patienten mit empfindlicher Haut können darauf reagieren. Im Allgemeinen sollten Personen mit empfindlicher Haut oder Dermatitis sie möglichst vermeiden. In unserer Linie für Atopiker enthalten OilShower und ShowerGel Duftstoffe, aber der Duft wurde bewusst und mit Wissen ohne einen einzigen Allergen ausgewählt.
2. ÄTHERISCHE ÖLE

Im Gegensatz zur allgemeinen Annahme verursachen natürliche Duftstoffe grundsätzlich genauso häufig Allergien wie synthetische, manchmal sogar mehr, was für gesunde Haut kein Problem darstellt. Grundsätzlich könnte ich Ihnen nur das schreiben, aber ich füge noch etwas hinzu – Aromatherapeuten kennen die Bestandteile ätherischer Öle, und viele davon sind einfach wunderbar bei Dermatitis, aber sie sind keine Duftstoffe. Das Problem ist, dass die meisten Produkte sie wegen ihres Geruchs enthalten, und gerade diese, die am schönsten duften (Lavendel, Zitrusfrüchte...), sind auch potenziell sehr allergen und gehören nicht auf empfindliche Haut.
3. HARNSTOFF

Harnstoff kann eine fantastische Zutat für bestimmte Hautzustände sein. Besonders kann er keratolytisch wirken und helfen, dicke Schuppen bei Psoriasis, Schwielen und Hühneraugen zu entfernen, jedoch kann er bei atopischer Dermatitis (AD) reizend sein und zur Schädigung des sauren Hautmantels beitragen. Obwohl er fachgerecht für Patienten mit AD formuliert sein kann, ist es wahrscheinlich am besten, ihn zu vermeiden.
4. LANOLIN

Lanolin wird seit Jahrhunderten in der Hautpflege- und Kosmetikindustrie als wirksamer Weichmacher verwendet, der häufig in Körpercremes und Lotionen eingesetzt wird, um Feuchtigkeit in der Haut einzuschließen und Wasserverlust zu verhindern (okklusiv). Allerdings hat Lanolin auch Nachteile – es reizt empfindliche Haut und kann allergische Reaktionen auslösen! Lanolin findet sich in vielen Produkten, sowohl natürlichen als auch apothekenüblichen, da es einfach zu verwenden und kostengünstig ist und sich leicht in Formulierungen einfügt.
Lanolin stammt aus Schafwolle, und genauso wie ich Ihnen vom Tragen von Wollprodukten abrate, rate ich auch von Hautpflegekosmetik mit Lanolin ab. Denn es kann genau den gegenteiligen Effekt haben – dass die atopische Dermatitis weiter „aufflammt“. Vaseline sowie geeignete Butter oder Öle, die für Atopiker geeignet sind, sind hervorragende Alternativen zu Lanolin.
5. RETINOIDE
Retinoide sind eine Klasse von Medikamenten, die mit Vitamin A verwandt sind. Sie spielen eine wichtige Rolle bei Akne und der Vorbeugung von Hautalterung, haben aber ihren Preis: Sie sind oft reizend und können Ekzemausbrüche auslösen. Im Allgemeinen sollten sie bei empfindlicher Haut vermieden oder zumindest sehr, sehr vorsichtig verwendet werden.
6. ETHANOL

Ethanol (Alkohol) ist oft Bestandteil von Gelen und Reinigungsmitteln. Diese sind leicht, kühlen und verdunsten innerhalb von Sekunden. Bei Patienten mit atopischer Dermatitis und empfindlicher Haut können Alkohole jedoch „brennen“, stechen und die Haut austrocknen, weshalb man sie am besten vermeidet.
Vor allem sind sie nicht mit Fettsäurealkoholen wie Cetyl- oder Cetearylalkohol vergleichbar, die von der Haut im Allgemeinen gut vertragen werden und häufig in vielen bewährten Ekzempräparaten enthalten sind.
7. OLIVENÖL

Olivenöl hat ein relativ niedriges Verhältnis von Linolsäure zu Ölsäure. Es scheint, dass die lokale Anwendung von Öl die Hautbarriere schädigen und die Ekzemsymptome verschlimmern kann.
Studien zeigen, dass es einige Fälle von Kontaktdermatitis und allergischen Reaktionen nicht nur auf Olivenöl, sondern auch auf Oliven selbst gab. Ich rate wirklich davon ab, Olivenöl bei der Hautpflege von Babys zu verwenden, da es die gesunde Barriere schwächen kann, was zur Entwicklung von Dermatitis führen kann. Ich erinnere mich, als wir Olivenöl als einzelne Zutat auf atopischer Haut getestet haben, als ich AtopicBalm entwickelt habe. Anfangs war der Hautzustand deutlich besser, mit der Zeit verschlechterte sich die Haut jedoch drastisch, was einen Teufelskreis aus Eincremen und zusätzlicher Austrocknung verursachte.
Gleiches gilt für Vorsicht bei Kokosöl, Mandelöl, Sesam und Erdnussöl. Wer eine bekannte Latexallergie hat, sollte unbedingt auf Sheabutter verzichten.
Ich hoffe, dass Ihnen der heutige Blogbeitrag bei der Pflege Ihres Dermatitis hilft.
Katarina
