WAS SIND WINDPOCKEN?
Windpocken sind weltweit verbreitet, hoch ansteckend und betreffen sowohl Kinder als auch Erwachsene. Die Viren werden durch Tröpfcheninfektion und Luft übertragen. Die Ansteckungsgefahr beginnt zwei Tage vor dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome und dauert bis zum siebten Tag nach Beginn der typischen Ausschläge. Die Inkubationszeit beträgt 12 bis 21 Tage.
WIE SEHEN SIE AUS?
Der typische Windpockenausschlag beginnt mit einigen roten Punkten in Linsengröße, die sich schnell zu Bläschen mit Flüssigkeit entwickeln. Die Ausschläge jucken stark. Betroffen ist die gesamte Haut sowie die Schleimhäute im Mund, in der Scheide und auf der Kopfhaut. Feuchte Bläschen platzen, es bilden sich Krusten, und über ein bis zwei Wochen treten in Wellen neue Ausschläge auf, so dass alle drei Phasen sichtbar sind – Flecken, Bläschen, Krusten. Einige Kinder haben hohes Fieber, andere nicht.
Wenn der Ausschlag bei Windpocken aufgekratzt wird, können Narben zurückbleiben, und die Bläschen können sich durch Schmutz an den Fingern entzünden und eitrig werden. Nach überstandener Krankheit ist man immun.
HÄUFIGSTE SYMPTOME
- rote Bläschen, mit Flüssigkeit gefüllt, die am ganzen Körper erscheinen
- Hautausschläge treten wellenförmig auf
- starker Juckreiz

KOMPILIKATIONEN
Windpocken sind für gesunde Kinder normalerweise ungefährlich. Gefährlich sind sie, wenn eine Schwangere kurz vor der Geburt erkrankt, da das Neugeborene mit Windpocken geboren wird. Bei Kindern mit geschwächtem Immunsystem – durch Leukämie, angeborene Immunschwäche oder Medikamente, die die eigene Abwehrreaktion unterdrücken – verläuft die Krankheit schwerer. Diesen „gefährdeten Kindern“ kann der Arzt Immunglobulin spritzen, das die Krankheit verhindert oder mildert.
MUSS DAS KIND ZUM ARZT?
Der Arzt soll die Diagnose stellen. Wenn sich die Bläschen entzünden und eitrig werden, konsultieren Sie einen Arzt.
SO HILFT DER ARZT
Der Arzt kann ein Antihistaminikum verschreiben, wenn der Juckreiz sehr quälend ist. Wenn sich die Bläschen infizieren, verschreibt der Arzt ein Antibiotikum.
SO HELFEN SIE IHREM KIND
- gegen Juckreiz hilft das Abtupfen der Bläschen mit einer Flüssigkeit wie Lotio Alba
- waschen Sie das Kind mit kaltem Wasser, vermeiden Sie warme Bäder, da diese den Juckreiz verstärken
- wickeln Sie das kranke Kind öfter – es darf nicht lange in feuchten Windeln liegen
- schneiden Sie dem Kind die Fingernägel ganz kurz, damit es sich nicht kratzen kann. Babys können Sie z.B. Söckchen an die Hände geben, älteren Kindern erklären Sie, wie sie sich verhalten sollen
- bei Mädchen können Bläschen in der Scheide durch Urin eher brennen als jucken. Sitzbäder mit Kamille helfen
(QUELLE: Kinderkrankheiten, Helmut Keudel, Dr. Med.)
MEINE TIPPS:
- gegen Juckreiz verwenden Sie Immortellen-Hydrolat, sprühen Sie es mehrmals täglich auf die Haut
- Donat (tauchen Sie ein Tuch in Donat und tupfen Sie sanft auf die Ausschläge)
- AtopicBalm mit Zusatz von Calamin lindert Juckreiz und trocknet Bläschen aus
- ZincBalm enthält Zinkoxid, das Bläschen austrocknet
- SosBalm wirkt mild antibakteriell und fördert eine schönere bzw. schnellere Heilung. Tragen Sie es auf die Haut auf, wenn bereits Krusten vorhanden sind, nicht vorher!



